Montag, 29. Juni 2009

Theremin Night in Rapallo

Sonntag, 28. Juni 2009

NZZ Online auf Dope

"Ohne Berücksichtigung des soziokulturellen Kontextes sind Verständinis und Kritik nicht möglich." schreibt Olaf Karnik und fordert in der NZZ im Umgang mit Beenie Man, Buju Banton oder anderen Hassmusikern ein Verständnis jamaikanischer Kultur.
Ich frage mich, wie viel man Kiffen muss, um sich einen solchen Mist auszudenken.

"Battyboy Tunes", in denen dazu aufgefordert wird, Homosexuelle zu erschiessen oder zu erschlagen, seien ja nur "Lyrical Killings", außerdem stünden ja schließlich auch korrupte Beamten und Politiker und sogar der Papst auf der verbalen Abschussliste der jamaikanischen "Künstler". Zudem sei ja nicht die Musik die Ursache der jamaikanischen Homophobie, vielmehr spiegle die Musik nur die Jamaikanische Gesellschaft wieder.

Was für die permanent von Gewalt bedrohten Homosexuellen auf Jamaika keine Rolle spielt. "Battyboy Tunes" sind Ausdruck einer furchtbaren menschenverachtenden Kultur. Die Texte, die "Künstler" wie Beenie Man oder Buju Banton verbreiten, sind einfach nur widerwärtig. Dieser menschenverachtende Mist hat auf europäischen Bühnen nichts verloren. In Deutschland dürften viele dieser Texte den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen, daher werden den entsprechenden "Künstlern" zu Recht die Einreise in den Schengen-Raum versagt und Auftritte verboten. Ob Beenie Man oder Buju Banton eine schwere Kindheit hatten oder nicht oder ob die jamaikanische Verwaltung korrupt ist oder nicht ist in diesem Zusammenhang völlig belanglos.
Wenn diese Hassprediger mit der jamaikanischen Politik unzufrieden sind, dann sollen Sie sich für eine Verbesserung engagieren.
Angehörige einer Minderheit zu ermorden (oder auch nur dazu aufzurufen), wird die Lage mit Sicherheit nicht verbessern. Für die vielen Schwulen jedenfalls, die in den letzten Jahren auf Jamaika ermordet wurden, waren die Morde mehr als "Lyrical Killings".

Man muss schon in einem so sicheren europäischen Land wie der Schweiz leben, um die jamaikanische Hasskultur auf so zynische Art verharmlosen zu können wie Olaf Karnik.

Montag, 22. Juni 2009

Im Südwesten nichts Neues

Günther Oettinger, Baden-Württembergischer Ministerpräsident, Innenminister Heribert Rech, CDU-Fraktion sowie die rückgratlosen Arschkriecher von der FDP haben wieder einmal ein Beispiel für die Rückständigkeit und Provinzialität unseres Bundeslandes geliefert.
In allen Bundesländern mit Ausnahme Thüringens und Baden-Württembergs sind inzwischen die Standesämter für Eingetragene Lebenspartnerschaften zuständig. Der Baden-Württembergische Landtag hat am 18.06.09 beschlossen, dass weiterhin Städte und Landkreise den Ort und die Gebühren für die Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft festlegen können.
Dies führt nicht nur zu einem kaum nachzuvollziehenden und rechtfertigenden Verwaltungsaufwand, es werden von manchen Gemeinden im Verhältnis zur Eheschließung auch geradezu absurde Gebühren erhoben.
Wie wohl die Schwulen und Lesben von der LSU beim diesjährigen CSD die gezielte Diskriminierung homosexueller Baden-Württemberger durch die Landesregierung begründen?

Freitag, 19. Juni 2009

Wieso ist Litauen in der EU?

Wie Spiegel Online heute berichtet, ist es in Litauen künftig an allen öffentlichen Orten, zu den Kinder und Jugendliche Zugang haben, verboten, über Homosexualität zu informieren.
Dem geneigten Leser stellen sich zwei Fragen:
1. Ist Heterosexualität so unerträglich? Oder wieso glauben so viele konservative Schwachköpfe, man könne Kinder oder Jugendliche beeinflussen oder zur Homosexualität verführen?
2. Wenn so steinzeitliche Staaten wie Litauen in die EU aufgenommen werden, wieso nimmt man dann die Türkei nicht auf? Wo waren die hehren europäischen Standards, welche die Türkei ja angeblich nicht einhält, als die EU-Osterweiterung beschlossen wurde?

Freitag, 5. Juni 2009

common cement

Donnerstag, 4. Juni 2009

Und nochmal für Freiheit und Selbstbestimmung

Zu meinem Blog vom 27.04. erhielt ich einen Kommentar, auf den ich hier antworten möchte:


Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gerade die Schwulen und Lesben Szene Toleranz und Akzeptanz einfordert, jedoch offensichtlich andere Meinungen nicht stehen lassen kann und, wie in Marburg 2009 geschehen, aufs äußerste verunglimpft und bekämpft.

Auch dieser Beitrag enthält einiges an Unterstellung und Intoleranz.



Blogterium ist ein persönlicher Blog, daher kann ich hier nur für mich sprechen. Ich fordere in Bezug auf meine Person und meine sexuelle Identität keine Toleranz und Akzeptanz, sondern Respekt. Es hat niemand das Recht mich zu Tolerieren oder Akzeptieren. Solange ich niemanden einen Schaden zufüge, geht es auch niemanden etwas an, wie ich als freier und mündiger Bürger mein Leben führe.
Da ich nicht in Marburg lebe kann ich nicht beurteilen, ob die Formen des Protests geben die Teilnahme christlicher Fanatiker an einem wissenschaftlichen Kongress angemessen waren. Nach dem, was in anderen Blogs zu lesen war, haben einige dem eigentlichen Anliegen der Schwulen und Lesben wohl eher geschadet.
Die Diskussion im Vorfeld richtete sich gegen die Teilnahme von Markus Hofmann und Dr. Christl Ruth Vonholdt an dem 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge. Ich habe Veröffentlichungen von Frau Vonholdt gelesen, in denen Schwule in übler Weise diffamiert werden. Es geht daher nicht um andere Meinungen, sondern um die Herabwürdigung von Menschen. Für Hass, Intoleranz und die Verbreitung von Lügen kann es keine Toleranz geben.

Beispiele:

Doch mit der Intelligenz scheint es bei den Verfassern der Marburger Erklärung nicht weit her zu sein.

Wie kannst du so etwas behaupten, kennst du die Leute näher ?



Ich habe die Erklärung gelesen und Rückschlüsse gezogen. Aber Du hast Recht. Die Täter haben es geschafft sich als arme Opfer darzustellen und auch noch Unterstützer gefunden. Dafür benötigt man ein gewisses Maß an Intelligenz.

Ein homosexueller Mensch, der in einer freien und toleranten Gesellschaft lebt, die ihn so akzeptiert und respektiert wie er ist, benötigt keine therapeutischen Angebote.

Sehr pauschale und vereinfachende Aussage auf Stammtischniveau. "Wenn alle mich akzeptieren bin ich automatisch gesund ?". Wenn es so einfach wäre, könnten wir die gesamte Traumatherapie, Psychotherapie, Suchtberatung, Lebenshilfe, was auch immer in die Tonne treten. Akzeptanz und Liebe ist essentiell, ohne Frage. Aber Therapie hat dennoch ihre Dasseinsberechtigung.


Es ist wohl wie mit den Bibelversen. Ist die Unterteilung nur klein genug, kann mann jeden Unsinn hineininterpretieren.
Es gibt Krankheiten und Therapien dagegen. Diese Therapien haben alle ihre Notwendigkeit und Berechtigung. Nur eben ist Homosexualität keine Krankheit. Daher wird auch keine Therapie benötigt.

Beispiel: sehr viele psychische Probleme kommen daher, weil wir uns selbst nicht lieben und akzetpieren wollen/können. Selbst wenn mich die ganze Welt toll fände, könnte ich doch ein depressiver Mensch sein. Oder denken wir mal an die traumtisierten, usw. usw.


Richtig. So kenne ich z.B. Schwule, die sich durch ihre Kindheit in einem sehr "christlichen" Elternhaus selbst nicht lieben und akzeptieren können und deshalb versucht haben, sich umzubringen. Manch einer kämpft ein Leben lang mit sich und ist daher auch nicht in der Lage, eine Beziehung zu führen. Aus diesem Grund habe ich keinerlei Verständnis für den Unsinn, den Frau Vonholdt oder Wüstenstrom von sich geben. Manchmal haben diese Dinge nämlich tatsächlich Konsequenzen im echten Leben.

Nebenbei, gerade wir hier in Deutschland sollten wissen, wie die "Wissenschaft" zu grausamen Verbrechen gegen Menschen missbraucht werden kann

Das nenn' ich mal einen unfairen polemischen Vergleich. Wie kann man Verbrechen der Wehrmacht mit Wissenschaftlichen Ansätzen vergleichen, die tatsächlich das Ziel haben der Menschheit Wissen und Hilfe zu bringen ? Gegen Wissen ist nichts einzuwenden, oder sollen jetzt die Artikel Therapie und Seelsorge auf Hitler-Niveau erhoben und aus der Wikipedia totalitär gestrichen werden ? BTW: es starben auch sehr viele Christen wegen ihrer Überzeugung im KZ.


Mann sollte in der Tat sehr vorsichtig sein mit Vergleichen. Tatsache ist jedoch, dass in diesem Land vor noch nicht so langer Zeit "Wissenschaftler" Menschen gefoltert, verstümmelt und ermordet haben. Unter den Opfern waren dabei auch viele Homosexuelle. BTW: Es waren sehr viele Christen unter den Tätern.

Jeder sollte sagen können, was er denkt. Aber er muss eben auch mit der entsprechenden Antwort rechnen.

Mir kommt es so vor, als dürften nur totalitäre Pro-Homosexuelle Äußerungen gemacht werden. Meinungsfreiheit lebt aber von der Kontroverse. Damit umzugehen ohne Agressiv und gewaltätig zu werden ist ein Zeichen von Reife und ein Pfeiler der Demokratie.


Auf Blogterium werden nur pro-homosexuelle Außerungen gemacht, das ist mein individuelles Recht auf freie Meinungsäußerung. Wer anderer Meinung ist, soll seinen eigenen Blog machen. Und ich nehme mir das Recht heraus, jeden zu Kritisieren, der Schwule herabwürdigt, verächtlich macht, diskriminiert, einsperrt, foltert oder ermordet. Darüber hinaus gibt es auch in einer freien und demokratischen Gesellschaft Dinge, die nicht diskutierbar sind. Nämlich das Recht auf Leben, Freiheit und Selbstbestimmung.

>Wenn ich die beinahe täglichen >Hasstiraden kirchlicher >Würdenträger oder "christlicher" >Politiker gegen Schwule so sehe

In welcher Zeit leben wir eigentlich ? Das war früher vielleicht mal so. Heute ist zumindest die evangelische Kirche sehr offen für Homosexuelle. Und die große Masse ist/war sicher nicht Hasserfüllt, sondern weiß nicht mit Homosexuellen umzugehen, bzw. hat Berührungsängste und leider oft Vorurteile.


Tja, wir leben im Jahr 2009. Jeder der aufmerksam Zeitung liest, Radio hört oder Fernsehen schaut weiß, dass weltweit nach wie vor Schwule und Lesben diskriminiert werden. Weltweit geht diese Diskriminierung zu einem großen Teil von religiösen Menschen aus. Dabei sind nicht alle Religionen und Kirchen gleich, ich persönlich habe mit der evangelischen Kirche leider nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Und gerade Wüstenstrom befindet sich meines Wissens unter den Fittichen der Evangelischen Kirchen in Deutschland. OK. Derzeit lassen uns die christlichen Kirchen zumindest nicht ermorden.
In Kalifornien haben Kirchen und einzelne religiöse Menschen riesige Summen für eine Hasskampagne gegen Schwule und Lesben gespendet und damit erreicht, dass die Ehe für Schwule und Lesben in wieder abgeschafft wurde. Auch in den scheinbar "toleranten" westlichen Ländern werden Schwulen und Lesben grundlegende Rechte vorenthalten.
Für den Einzelnen kann das dramatische Folgen haben. Was sollen z.B. binationale Paare anstellen, wenn einer der beiden keine Möglichkeit hat, ein dauerhaftes Bleiberecht zu erlangen?

Das Christen bzw. Menschen im Namen Christi in der Vergangenheit homosexuelle verfolgt und bekämpft haben, ist eindeutig negativ zu bewerten. Hier stimmte ich uneingeschränkt zu


Aha, und was ist mit der Gegenwart?

Was ich aber bedrückend finde: in der jüngsten Vergangenheit scheint sich dieses Verhältnis ins Gegenteil umzukehren. Hasstiraden werden jetzt von homosexuellen pauschal auf alle Christen abgefeuert Zitat: "Wir wollen euere Gefühle verletzen".
Ein Schwein am Kreuz usw..
Soll das die Antwort sein ?


Bei ca. 5% Schwulen und Lesben an der Gesamtbevölkerung dürfte sich das Verhältnis wohl kaum so schnell umkehren.


<Ich hoffe nicht. Weder für die Homosexuellen, noch die Christen kann das ein Gewinn sein.

Es ist nur traurig, dass es schon so weit gekommen ist. Marburg 2009 bedrückt mich zutiefst.

An alle Schwulen / Lesben:
Ihr wollt akzeptiert werden und euere Würde bewahren ? Dann akzeptiert auch die der anderen, auch wenn die Meinungen so weit auseinander-driften.

Totalitäre Ansätze sind ein falscher Weg und ich bin entsetzt darüber wie demokratische Parteien diese Ansätze unterstützen.


Es ist schon interessant, wie manche christlichen Gruppierungen neuerdings versuchen, sich als Opfer darzustellen.
Was wird Schwulen und Lesben da nicht alles unterstellt. Man werbe für einen homosexuellen Lebensstil, plane eine Homosexualisierung der Gesellschaft und eine Abschaffung der Geschlechter, jetzt werden uns gar noch totalitäre Absichten unterstellt.
Auch mich bedrückt Marburg zutiefst. Das schönste und wichtigste in meinem Leben, die Liebe zu einem anderen Menschen, wird von Frau Vonholdt in ihren pseudowissenschaftlichen Absonderungen in den Dreck gezogen und verurteilt.
Dieser Mist soll dann auch noch auf einem wissenschaftlichen Kongress an einer Universität verbreitet werden.
Das ist wirklich bedrückend.

Samstag, 23. Mai 2009

Stägeli uf, Stägeli ab