Dienstag, 2. Februar 2010

Greek Eye Candy

Sonntag, 10. Januar 2010

Corduroy Skirts

Gefunden auf failblog.org

Donnerstag, 7. Januar 2010

Personal Jukebox

Die ersten 10 Jahre des 21. Jahrhunderts sind vorbei. Was habe ich den 10 Jahren gehört? Meine persönliche Bestenliste für die Jahre 2000 bis 2009:


  1. Eigentlich schon aus dem Jahr 1999, aber außerhalb Islands erst 2000 erschienen und definitiv ein guter Anfang:
    Ágætis byrjun - das nach wie vor beste Album von Sigur Rós.


  2. Schon gehts weiter in das Jahr 2001:
    Life on a String, Laurie Anderson


  3. und natürlich Nick Caves großartiges Album no more shall we part.

  4. Eines der besten Alben des Jahres 2002, die Clickhaze EP. Leider hat sich die Band von den Färöer Inseln nach dieser einen EP aufgelöst.


  5. Ebenfalls aus dem Jahr 2002: Savina Yannatou sings Manos Hadjidakis.


  6. All For Show von Eric Himan aus dem Jahr 2003. Läuft bis heute ständig.


  7. 2003 kannte ich weder project:pimento noch das Theremin. Inzwischen zum Glück schon:


  8. Ebenfalls aus dem Jahr 2003: Mono Nero Sti Riza von Hristos Thivaios.


  9. Auch am Theremin: Barbara Buchholz mit Russia With Love von 2004.

  10. Das beste aus dem Jahr 2005: Aerial von Kate Busch -


  11. und natürlich Soce:


  12. 2006: Everywhere All At Once, eines der besten Alben von Eric Himan -


  13. sowie up & away von Gregory Douglass.


  14. Nicht zu vergessen: Ivri Lider Live

  15. 2007: Ecrasez L´Infame von Diet Audio


  16. Nur Live noch besser: Hazmat Modine Bahamut

  17. Ebenfalls von 2007: Sound of Silver, LCD Soundsystem -


  18. und Space Age Love Songs von project:pimento -


  19. sowie Sokratis Malamas und Haris Alexiou mit Alkinoos Ioannidis: Live Sto Likavitto.


  20. 2008: Resonate von Eric Himan


  21. Ebenfalls von 2008: das grandiose Comeback von Grace Jones


  22. Auch schon wieder zwei Jahre alt: The Steady Rhythm of Body Movement von Ivri Lider


  23. wie auch das erste Album von Mokaiesh


  24. 2009: Läuft seit Monaten fast täglich: Life and Times von Bob Mould




Samstag, 12. Dezember 2009

Yehonathan - Nifradnu Kach יהונתן - נפרדנו כך

Sonntag, 8. November 2009

Magerwahn im Hirn

Vor einigen Wochen verbreitete bereits Michael Mirsch, ein Journalist und Achse des Guten-Autor, den ich bis dahin für recht intelligent gehalten hatte, die These, die Ursache für den derzeitigen Mager-Modell-Wahn sei die Homosexualität vieler Modedesigner.
Wer nicht mit Frauen ins Bett geht, mag seine Kleiderständer gerne dürr und unerotisch.

Anja Gockel, Mainzer Modedesignerin, legte in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung am 06.11.09 nach:

(....)
Neue OZ: Warum gibt es denn noch immer so viele Magermodels, auch wenn sich scheinbar alle darüber aufregen?
Anja Gockel: Ich sehe drei Gründe für das Problem: Der wichtigste ist, dass die meisten und wichtigsten Modedesigner homosexuell sind. Ein Modedesigner kann wie jeder andere Mensch auch nur von sich selbst ausgehen. Das mache ich auch so. Und das Idealbild eines homosexuellen Mannes ist eine knabenhafte Figur. Das Idealbild einer lesbischen Frau ist meistens eine androgyne Figur. Diese Figur projizieren sie auf die Frauen, die ihre Models sind. Deshalb dürfen die Models nicht zu viel Busen und nur wenig Hüfte haben. Alles Volumige ist für sie unerotisch, nicht akzeptabel.
Neue OZ: Nennen Sie mal ein Beispiel.
Anja Gockel: Karl Lagerfeld sagt öffentlich, Heidi Klum sei für ein Model zu dick. Da kann ich nur sagen: Lieber Karl Lagerfeld, krieg mal vier Kinder und sei so bildschön wie eine Heidi Klum. Lagerfeld ist homosexuell, und ich vermute mal ganz stark, dass er diese knabenhafte Figur als Ideal empfindet. Das soll er auch. Aber dass die Gruppe von Menschen, die dieses Bild im Kopf hat, so relevant für das Idealbild unserer Gesellschaft ist, dem unsere 14-jährigen Mädchen nacheifern, finde ich gefährlich.
Neue OZ: Fehlen noch zwei weitere Gründe.
Anja Gockel: Der zweite Grund ist dieser Jugendwahn. Dünn zu sein bedeutet in unserer Gesellschaft, jung zu sein. Und der dritte Grund, den Karl Lagerfeld übrigens auch einräumt, ist: Es muss immer etwas Unerreichbares geben. Ich finde: Unerreichbares nein – Ideale ja. Aber was ist mein Ideal? Etwa das Model, das fast im Krankenhaus liegt, um wiederbelebt zu werden? Oder ist mein Ideal eine Heidi Klum, die dabei noch vier Kinder kriegen kann? Ich kenne Models, die Wattebäuschchen gegen das Hungergefühl essen. Das ist doch nicht normal, das ist pervers. Wenn Mädchen so etwas tun, obwohl die Natur etwas anderes mit ihnen vorhat, fängt die Krankheit an.
Neue OZ: Aber warum wird solchen falschen Idealen denn nachgeeifert?
Anja Gockel: Weil es die Werbung transportiert. Welche großen Modedesigner kennen wir? Da gibt es Dolce & Gabbana, Marc Jacobs, Jean Paul Gaultier, Jil Sander, John Galliano, Giorgio Armani, Karl Lagerfeld – sie sind alle homosexuell. Dagegen habe ich ganz bestimmt nichts, aber es ist schade, wenn ihr Idealbild, dass sie über ihre Models transportieren, so viel Einfluss in der Gesellschaft gewinnt. Wenn eine meiner drei Töchter nur wegen dieser Anzeigen und der Vorgaben magersüchtig wird, dann wäre ich zutiefst erschüttert. Das ändert nichts daran, dass diese Designer hochintelligente Menschen sind, die mit ihrer Kreativität eine Bereicherung unserer Kultur sind. Sie sind Ausnahmetalente, die man in einem Jahrhundert nur ein paar Mal erlebt. Aber sie sind keine Götter, so viel weiß ich.

(....)

Auch die Welt, die offenbar sehr gerne homophoben Mist wiederkäut, hielt Frau Gockels Thesen für gehaltvoll genug, um sie ein weiteres Mal zu veröffentlichen.
Liebe Frau Gockel,
zu Ihren Thesen ist anzumerken:

1. Sie sagen, jeder Designer könne nur von sich selbst ausgehen. Das hieße, so wie Sie es gesagt haben, Männer könnten nur für Männer und Frauen nur für Frauen Mode entwerfen. Das ist natürlich kompletter Unsinn. Jeder der als Mode- oder auch Industriedesigner oder z.B. auch als Architekt tätig ist, muss in der Lage sein, sich in den Kunden hinein zu versetzten. Gerade der Blick von Außen kann wichtige Impulse liefern.
2. Weiterhin behaupten Sie, das Idealbild des schwulen Mannes sei eine knabenhafte Figur. Ich weiß nicht, wie viele schwule Männer Sie kennen. Vermutlich gar keine. Sonst wüssten Sie vielleicht, dass ein Unterschied zwischen Homosexualität und Pädophilie besteht. Das lesbische Frauen nicht für weibliche Rundungen zu begeistern seien ist ein ebenso unsinniges, homophobes und dämliches Klischee. Nebenbei: Schwule Modedesigner gab es auch schon vor dem aktuellen Magerwahn.
4. Sie behaupten, Magersucht entstünde, weil die Werbung bekannter Modedesigner falsche Ideale transportiere und weil die meisten bekannten Designer homosexuell seien.
Zunächst einmal: Die Modebranche besteht nicht nur aus homosexuellen Designern. Sondern auch aus jeder Menge heterosexueller Frauen und Männer, sei es als Mitarbeiter oder Eigner der Modehäuser, durchaus auch als Designer, als Modejournalisten oder Redakteure der Modezeitschriften, als Zuschauer an den Laufstegen, als Käufer der gezeigten Entwürfe.
Schließlich die Models: Wer über einen Laufsteg läuft, um Mode zu präsentieren, ist kein hirn- und willenloses Subjekt. Es dürfte niemand gezwungen werden, für Chanel zu laufen. Auch ein Model ist ein Mensch mit einem gewissen Maß an Eigenverantwortung. Sollten die Models noch minderjährig sein, gibt es Eltern die die Pflicht und Aufgabe haben, auf das Wohlergehen ihrer Kinder zu achten. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell man andere Menschen entmündigt und die Eigenverantwortung auf andere abwälzt.
Darüber hinaus darf bezweifelt werden, dass die Designer tatsächlich einen so großen Einfluss haben, wie von Ihnen dargestellt. Man kann die großen Modehäuser für den Magerwahn kritisieren. Doch Karl Lagerfeld und Giorgio Armani haben nicht die Macht und den Einfluss der Gesellschaft vorzuschreiben, ob dick oder dünn als Schönheitsideal zu gelten haben. Schönheitsideale haben sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Ob dabei dick oder dünn als chic gilt, hat viel mit der wirtschaftlichen Situation der Menschen zu tun. Die Mode stellt dabei immer nur ein Abbild der Zeit und ihrer Möglichkeiten dar.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

I Say A Little Prayer



Jason Whipple

Samstag, 19. September 2009

Elektromania

Schon seit einiger Zeit versuchen uns Journalisten das Elektroauto als die Zukunftstechnologie schlechthin zu verkaufen, die deutsche Autoindustrie verschlafe die Zukunft, weil sie noch kein elektrisch angetriebenes Serienauto vorweisen kann.
Die diesjährige IAA, so ist im Moment überall zu hören, stehe voll im Zeichen des elektrischen Antriebs.
Wie toll. Wenn man unseren investigativen Schreiberlingen Glauben schenkt, sind all unsere Umweltprobleme gelöst! Billiger als Benzin ist der Strom auch noch.
Mir stellen sich beim Elektroauto immer einige Fragen, die bisher eigentlich niemand beantworten kann:
1. Während Elektroheizungen für Gebäude über die Energieeinsparverordnung wegen des geringen Wirkungsgrads und der schlechten Umweltbilanz allmählich ausgemustert werden sollen, gelten elektrisch betriebene Autos plötzlich als der Weisheit letzter Schluss. Doch auch bis der Strom im Auto ankommt, ist ein großer Teil der Energie bereits durch geringe Wirkungsgrade von Kraftwerken und Leitungsverluste verloren.
Dazu kommen dann vermutlich weitere Verluste, etwa durch die Selbstentladung von Akkus. Doch selbst wenn man diese Verluste und den schlechten Wirkungsgrad elektrischer Energie akzeptiert - wo soll der Strom für die Autos herkommen?
Die 0,67 % Solarstrom, die in Deutschland dank milliardenschwerer Förderung über das EEG in Deutschland inzwischen produziert werden, dürfte für den umweltfreundlichen Antrieb kaum ausreichen. Selbst wenn die erneuerbaren Energien zügig weiter ausgebaut werden - es dürfte noch eine ganze Weile dauern, bis wir wenigstens die derzeit noch betriebenen deutschen Atomkraftwerke durch umweltfreundliche Energien ersetzen können. Sollen bis 2015, wie von der Bundesregierung vorgesehen, tatsächlich 1 Millionen Elektroautos unterwegs sein, dürfte die Energie dafür vor allem aus Kohle- oder aus französischen und osteuropäischen Atomkraftwerken stammen.
2. Woher soll eigentlich das Lithium für die vielen Akkus kommen? Wie auch der Spiegel jüngst berichtete: Fast 80 % des derzeit geförderten Lithiums stammt aus einem Salzsee in Chile, daneben gibt weltweit noch zwei weitere größere Lithium-Vorkommen, die jedoch wesentlich schwerer und vermutlich nur mit großen Umweltschäden auszubeuten sind.
Die dabei erreichbaren Fördermengen reichen trotzdem nicht für eine wirkliche Massenproduktion von Akkus für Elektroautos aus. Ohne komplett neue Akku-Technologien wird das Elektro-Auto auf absehbare Zeit daher nur ein teures Nischenprodukt für einen eng begrenzten Anwendungsbereich bleiben.
Was bei vielen Studien für Elektroautos auffällt: Die Dinger sehen aus wie normale Mittelklasse- oder gar teure Sportwagen.
Die kurz- und mittelfristige Lösung für die Mobilität dürfte ganz anderes aussehen, wesentlich weniger sexy:
Kleine, ähnlich wie Flugzeuge wirklich gewichtsoptimierte, leichte Fahrzeuge, ausgestattet mit effizienzoptimierten Verbrennungsmotoren. Aber das lässt sich natürlich weder zu einer großen Story aufblasen, noch könnte ein grüner OB damit medienwirksamen Wahlkampf betreiben.