Dienstag, 7. April 2009

Schon wieder kein Change

Noch immer ist noch nicht so recht klar, was hinter Obamas nebulösem Change so alles steht. Sicher ist jedoch, das in der Haltung zur Türkei in der amerikanischen Außenpolitik alles beim alten bleibt.
Die Türkei ist aus Sicht der Amerikaner ein wichtiger strategischer Partner, daher sähe Washington die Türkei gerne in der EU.
Dabei hat die Türkei am vergangenen Wochenende unmissverständlich klar gemacht, dass sie wohl noch auf lange Zeit nichts in der EU verloren hat.
Auch wenn - offenbar durch das Verhandlungsgeschick Obamas - am Ende doch noch Anders Fogh Rasmussen neuer Generalsekretär der NATO wurde - unter Recep Tayyip Erdogans Regierung scheint sich die Türkei eher von Europa zu entfernen als anzunähern.
Die Türkei lehnte Rasmussen ab, weil er sich im Karikaturen-Streit für Meinungs- und Pressefreiheit einsetzte und sich weigerte, gegen die Karikaturisten vorzugehen oder sich gar für die (eher harmlosen) Karikaturen zu entschuldigen.
Indem Obama offensichtlich strategische Interessen über elementare Grundwerte unserer westlichen Gesellschaften stellt, knüpft er nahtlos an die verfehlte Politik unsäglicher Vorgängerregierungen an.
Was wohl den Wenigsten auffallen dürfte. Bei uns träumen Grüne und SPD noch immer von der Multi-Kulti-Gesellschaft, die schon funktionieren wird, wenn wir uns nur alle lieb haben.
Wen interessieren da schon Demokratie und Freiheit?