Sonntag, 12. April 2009

Wer Hass säht...

Es ist ja nichts Neues, dass es die Hassprediger der katholischen Kirche mit historischen Ereignissen nicht so genau nehmen. Doch zu behaupten, Christen seien im Nationalsozialismus besonders verfolgt worden, zeugt schon von besonderem Mut. Sicher sind auch Christen verfolgt worden, Christen die versuchten sich tatsächlich christlich zu verhalten und die sich gegen die Verbrechen der Nazis stellten. Dennoch ist es mir bis heute ein Rätsel, wie es im angeblich so christichen Europa und im christlich geprägten Deutschland zu einem Massenmord an über 6 Millionen Menschen kommen konnte. Jedenfalls, und das hat die Geschichte leider bewiesen, hat das Christentum die Vernichtungslager der Nationalsozialisten nicht verhindern können.
Dass die katholische Kirche aus dem Versagen der Vergangenheit noch immer nicht viel gelernt hat, sieht man an den zynischen Äußerungen des Augsburger Bischofs Mixa.
Nicht nur, dass er mit seinen Äußerungen die Geschichte verfälscht, en passant rückt er ein Drittel der Deutschen in die Nähe von Nazis oder dem verbrecherischen Stalin-Regime. Dabei lehrt die Geschichte wohl vorallem eines: Wer Hass säht, wird Gewalt ernten.



Den Tatbestand einer Volksverhetzung definiert § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs:
Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
Wikipedia