
Wie die meisten Schwulen habe auch ich eine Schwäche für elektronisches Spielzeug aus Cupertino. Als stolzer Besitzer eines iPhone der ersten Generation hat es mich dann aber doch etwas geärgert, dass ich der Telekom zwar viel Geld für UMTS bezahlen durfte, die Technik aber nicht nutzen konnte. Also musste ein neues iPhone her.
Der nächst gelegene T-Punkt hatte auch tatsächlich eines der begehrten Wunderwerke moderner Technik vorrätig und ich konnte meinen Vertrag kürzlich vorzeitig verlängern.
Wärend ich auf einen Ausdruck des Vertrags warten musste, fragte der freundliche Verkäufer dann, ob er mir ein unverbindliches Angebot für einen Festnetzanschluss zusenden dürfe. Ich erklärte, dass ich mit meinen DSL-Anschluss vertraglich gebunden sei und überdies gar keinen Festnetzanschluss benötige. Wo zu auch, schließlich werfe ich der Telekom schon ein Vermögen für eine iPhone-Telefon-Flatrate in den gierigen Rachen.
Der Verkäufer beteuerte, es sei wirklich ganz unverbindlich.
Wohl wissend, das Ärger ins Haus stehen könnte, stimmte ich einem unverbindlichen Angebot zu.
Beinahe wie erwartet kam mit der Post statt eines unverbindlichen Angebots eine Auftragsbestätigung, im Anhang ein Formular um den Anschluss beim bisherigen Provider zu kündigen. Was mich der Spaß gekostet hätte weiß ich bis heute nicht, den zu Tarifen wurde im unverbindlichen Angebot der Telekom keine Aussage getroffen.
So stand ich also wieder im T-Punkt, mit der Aufforderung die Sache klarzustellen.
Zwei Wochen habe ich danach erst einmal nichts mehr gehört.
Heute entdecke ich, dass ich 41 (!) Anrufe der Nummer 08003007711 in der Anrufliste meines DSL-Routers habe. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass ich nicht der Einzige mit diesen Anrufen bin und dass dies die Nummer eines Telekom-Call-Centers ist.
Was zeigt uns das?
1. Die Telekom ist ein vollkommen unseriöses Unternehmen, um das man besser einen Bogen macht.
2. Es bleibt zu hoffen, dass andere Anbieter ihr EDGE- und UMTS-Netz besser ausbauen und ebenfalls ein flächendeckendes Angebot für mobiles Internet bereitstellen. Mit E-Plus z.B. habe ich noch nie negative Erfahrungen gemacht.
3. Apple sollte seinen Vertriebspartner wechseln. Denn wie die Telekom mit ihren Kunden umgeht, passt so gar nicht zu der großartigen Hard- und Software mit dem angebissenen Apfel.

